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Bruno Gransche

Portrait Bruno Gransche »Was das Individuum betrifft, so ist ohnehin jedes ein Sohn seiner Zeit, so ist auch die Philosophie ihre Zeit in Gedanken erfaßt.«
Hegel, 25. Juni 1820


»All he'd wanted were the same answers the rest of us want. Where did I come from? Where am I going? How long have I got?«
Rick Deckard [Harrison Ford], Blade Runner, 25. Juni 1982


Als sich der Tag, an dem Hegel die Vorrede für die Grundlinien seiner Philosophie des Rechts verfasste, dem das berühmte obige Zitat entstammt, sich zum 162. Mal jährte, hatte der Science-Fiction-Film Blade Runner Premiere; am selben Tag wurde ich geboren. Retrospektiv ergibt sich so ein Zusammenhang mit meiner heutigen Tätigkeit als Philosoph und Zukunftsforscher, der sich mit Mensch-Technik-Grenzverschiebungen beschäftigt.

Eine Entscheidung für einen Beruf oder für einen bestimmten Studiengang ist immmer zugleich eine Entscheidung gegen fast unendlich viele andere Möglichkeiten.
So bin ich nicht Profimusiker, nicht Jazzsaxophonist geworden, nicht Schauspieler, nicht Fechtmeister, Choreograph oder Coach. Zumindest noch und zunächst nicht. Dennoch kann selbst ein so offener und vielfältiger "Beruf" wie zukunftsforschender Philosoph keine Ausschließlichkeit gegenüber der nicht ergriffenen Möglichkeiten, der nicht eingeschlagenen Pfade in meinem Leben geltend machen.

Es finden sich daher in diesem Menüpunkt Person, nach einigen formalen Notizen zum →Werdegang einige Einblicke über meine Ausschweifungen auf die Bühne, sei es in der Welt des →Jazz oder auf den Brettern und Studios von →Theater & Film. Näheres zu meinem Beruf als Philosoph und Zukunftsforscher finden Sie oben unter dem Menüpunkt →Forschung.

Werdegang


FoKoS - Uni Siegen FoKoS - Forschungskolleg "Zukunft menschlich gestalten", Universität Siegen, seit 2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) im interdisziplinären Forschungskolleg der Universität Siegen (FoKoS); Bereich Digitalisierung; Schwerpunkte: Philosophie neuer Mensch-Technik-Verhältnisse, Gesellschaftliche & ethische Aspekte der Digitalisierung, Technikphilosophie, Ethik

Fraunhofer ISI Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe, 2009-2016
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Abteilung Foresight in den Bereichen Zukunftsforschung/ Foresight, neue Mensch-Technik-Verhältnisse.

KIT Lehre an der Universität Karlsruhe KIT, 2014-2016
Verschiedene Lehraufträge im Bereich Literaturwissenschaft und Philosophie.

Promotion Promotion im Fach Philosophie an der Universität Heidelberg, Heidelberg, 2013
Promotion zum Doktor der Philosophie Dr. phil. an der Universität Heidelberg mit der Arbeit In Zukunft im Unfall. Ein philosophischer Beitrag zum Umgang mit neuen Akzidenzphänomenen bei Prof. Dr. Martin Gessmann und Prof. Dr. Christoph Hubig.

SAP CoE SAP Value Prototyping | Walldorf 2008-2009
Neben dem Studium tätig bei SAP Germany in der Abteilung Value Prototyping Team GER Extended im Bereich Wissensmanagement; Entwicklung und Test der semantischen Center of Excellence (CoE) Informationssysteme.

Studium Philosophie, Heidelberg - Bologna, 2002-2009
Studium der Philosophie und Italienischen Literaturwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Alma Mater Studiorum Università di Bologna

Assoziationen

DGPhil Deutsche Gesellschaft für Philosophie e.V.
Ich bin Mitglied der DGPhil e.V., deren Ziel es unter anderem ist, »weiteste Kreise für die philosophische Arbeit zu interessieren, sie an deren Ergebnissen teilnehmen zu lassen und ihnen in der Klärung und Beantwortung derjenigen philosophischen Fragen zur Verfügung zu stehen, von denen die Zeit besonders stark bewegt wird.« Als Philosoph in der Zukunftsforschung fühle ich mich diesem Ziel in besonderer Weise verpflichtet.

GWTF Gesellschaft für Wissenschafts- und Technikforschung e.V.
Ich bin Mitglied der GWTF e.V., die sozusagen "ernst" machen möchte mit dem Bemühen um Interdisziplinarität. Denn auch wenn fast kein Forschungsantrag und keine Projektgruppe mehr ohne das Label "interdisziplinär" auskommt, so wird der oft mühsame und mit Missverständnissen und Erklärungsnot gepflasterte Dialog zwischen den Disziplinen weniger gelebt als verbreitet feigenblattlich vorgegeben. Die GWTF will mit ihren Aktivitäten die interdisziplinäre Bearbeitung von Problemen der Wissenschafts- und Technikentwicklung und die Kommunikation zwischen Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften fördern - und behandelt dabei sehr lohnende Fragestellungen. Denn was Interdisziplinarität an Mühe fordert, das gibt sie an Einsichten zurück.

Giordano-Bruno-Stiftung Giordano-Bruno-Stiftung
»In einem so schönen Feuer, in einer so edlen Schlinge macht mich Schönheit brennen und verstrickt mich Anmut, dass ich Flamme und Knechtschaft nur genießen kann... Es ist ein Brand von solcher Art, dass ich brenne, aber nicht verbrenne.« (Giordano Bruno)
Der Namensgeber der Giordano Bruno Stiftung wurde nach sieben Jahren Knechtschaft in vatikanischen Kerkern 1600 auf dem Campo de Fiori in Rom verbrannt, weil er - Sohn seiner Zeit - eine Zeit in Gedanken fasste, die der seinen weit voraus war. Ich bin nicht nur Namensvetter von Bruno, sondern auch Förderkreis-Mitglied der Giordano Bruno Stiftung, einer Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung im 21. Jahrhundert.

HAIsociety Heidelberg Heidelberg Alumni International HAIsociety
Mitglied des Netzwerkes Heidelberg Alumni International HAIsociety

Fraunhofer Gesellschaft Fraunhofer Gesellschaft e.V.
Seit 2009 bin ich als Wissenschaftler des Fraunhofer ISI Teil der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Die Mission: international vernetzt anwendungsorientierte Forschung fördern und betreiben, zum Vorteil für die Gesellschaft.

Jazz

Bruno Gransche Sax"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrthum." -Friedrich Nietzsche

"...if you don't make mistakes you aren't really trying." -Coleman Hawkins


Kein Irrtum, sondern ein Leben mit Musik. Seit meiner Kindheit spiele ich Klarinette und Saxophon, gebe ich Fehlern und Versuchen eine Form: Jazz. Mein ehemaliger Klavierlehrer gab mir einen Rat mit, der wohl ursprünglich von Charles Mingus stammte: "Cancel the band and get the good guys." Der Good Guy, den ich in der Folge kennenlernte, ist Jazzgittarist, Profi mit abgeschlossenem Jazzstudium. So konnte ich mit hervorragenden Jazzern zusammen spielen, hauptsächlich in Heidelberg, Mannheim und Region. Als Autodidakt habe ich über ihn Anschluss an eine Musikerszene gefunden, die für mich in Sachen Jazz alles änderte. Dafür - und überhaupt - Danke Holger Bläß!
Zusammen mit Holger und dem Bassisten Thomas Buggert ist unter dem Bandnamen Chessmen im Sommer 2006 eine Trio-CD entstanden: Nonchalance

Bruno Gransche Sax Bologna

Bruno Gransche Bologna MarchingOben: Jazza Maggiore
Mega-Jazz-Session mitten auf der Piazza Maggiore von Bologna, ich (auf dem Foto 2.v.l.) habe mit über 200 Musikern von acht Big Bands aus sechs Nationen gejammt..., Mai 2006

Rechts: Bologna Marching Jazz
Oh When The Saints! Marching Jazz - hier (2. Reihe, 1.v.r.) als Teil eines internationalen Jazzstreams, der auf den Piazze, Straßen und in den Clubs von Bologna die Stadt rockte und Europa in die Tat bzw. den Takt umsetzte.

Alma Jazz Festivals - Bologna
2006: Künstler und Staff-Mitglied beim Volvo Musik Festival Alma Jazz 2006, aktiv als Sprecher, Übersetzer und Vermittler der Musiker aus sieben verschiedenen Nationen.
2007: Volvo Musik Festival Alma Jazz 2007, engagiert als Organisator aufgrund des Erfolges und ähnlicher Funktionen, wie im vorangegangenen Jahr
2009: Alma Jazz Festival - Quarta Editione 2009, diesmal als Special Guest aus Deutschland mit der Sängerin Alena Möller

Weitere Eindrücke finden Sie unter dem Menüpunkt →Aperçus unter Jazz.

Theater & Film

Nibelungenfestspiele Show Down

Blutiger HunneIch habe König Gunther erschossen...
und das 14 Mal live vor insgesamt 35 Tausend Zuschauern und in dem TV-Drama Die Nibelungen von 2002 (Regie: Dieter Wedel). Bei den ersten Nibelungenfestspielen 2002 in Worms war ich in einem halben Dutzend Statistenrollen dabei, unter anderem als derjenige Offizier von Etzels (Hans Diehl) Hunnenarmee, der König Gunther (Wolfgang Pregler) im Finale der Saga auf Befehl seiner Schwester Königin Kriemhild (Maria Schrader) exekutiert (bild oben, Foto: Rudolf Uhrig). Rechts als Hunnensoldat nach dem Blutbad an den Burgundern.

Stele in OsthofenEine Stele für Osthofen (DVD)
Der Bildhauer Georg Viktor schuf 2009-2011 eine Stele für Osthofen, eine Hommage an berühmte Söhne meiner rheinhessischen Heimatstadt, die sich mit ihrer Arbeit einen Namen gemacht und mit ihren Erfindungen weltweit Aufsehen erregt haben. Die Stele prägt mit ihren über fünf Metern Höhe den Vorplatz des Bahnhofs und begrüßt die Besucher der Stadt (mehr zur Stele auf der Homepage des Künstlers und in der Zeitung).
Über den Entstehungsprozess der Stele hat der Osthofener Künstler und Kameramann Wilfried Saur eine Dokumentation gedreht, die bei den ehemaligen Galeristen Elisabeth und Friedel Gransche (Galerie Gransche, Worms) im Rahmen einer Vernissage weiterer Werke Georg Viktors in Osthofen uraufgeführt wurde. Der Film ist dort auch erhältlich.
Die Rolle des Sprechers und die Musik des Filmes habe ich beigetragen.

Geschichte OsthofensWas Deutschland im Großen, ist Osthofen im Kleinen.
"Mit Volldampf in die Moderne - Herr Weißheimer, wie war es denn wirklich?"
Zwiegespräch mit Thomas Goller basierend auf den original Tagebüchern des Osthofener Komponisten Wendelin Weißheimer, Kulturnetzwerk Osthofen, eine historische Revue zum Eisenbahnbau im vorletzten Jahrhundert zur 1225 Jahrfeier der Stadt Osthofen. (Mehr dazu in der Wormser Zeitung und im Nibelungen-Kurier Worms.)